Mittwoch, 24.09.2014

11:00 - 12:30 Uhr

Melanchthonianum HS A

Vorsitz: Blaser, Regula (Bern/CH); Becker, Stefanie (Bern/CH)

Demenz und Stress

Mit dem Altern der Gesellschaft steigt die Zahl an demenzkranken Menschen. Diese Entwicklung wird häufig zusammen mit dem Schlagwort eines drohenden „Pflegenotstandes“ v.a. in der Langzeitpflege diskutiert. Sie kann aber statt als Stress auch als Chance genutzt werden, um neue Wege in der ambulanten und der stationären Betreuung von demenzkranken Menschen zu erschliessen.

11:00 Uhr

R. Blaser; D. Wittwer; J. Berset; S. Becker
Institut Alter, Direktion Wirtschaft, Gesundheit, soziale Arbeit, Berner Fachhochschule, Bern/CH;

S302-01

Demenzerkrankungen und Sehbeeinträchtigungen

Demenzerkrankungen und Sehbeeinträchtigungen nehmen im Alter zu. Dadurch steigt die Zahl der Menschen, die an einer Komorbidität leiden. Für diese besonders stressanfälligen Personen braucht es neue Zugänge in der Diagnostik und der Betreuung. In vorliegendem Projekt wurde dazu mittels 15 Experteninterviews ein State-of-the-Art erhoben. Es wurden Chancen und Risiken für die zukünftige Entwicklung in der Versorgung dieser Personen abgeleitet.

11:20 Uhr

S. Becker; R. Blaser; D. Wittwer; J. Berset
Institut Alter, Direktion Wirtschaft, Gesundheit, soziale Arbeit, Berner Fachhochschule, Bern/CH;

S302-02

Evaluation eines Technikeinsatzes bei Menschen mit einer Demenzerkrankung

Die Betreuung einer grossen Zahl demenzkranker Menschen stellt das Versorgungssystem vor grosse Herausforderungen. Ein möglicher Ansatz ist, auch hier Technik zu nutzen. In diesem Projekt wurde die Wirkung von Technikangeboten auf die Lebensqualität von demenzkranken Menschen mit einem mixed-Methods-Design evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Technik unter gewissen Umständen positiv auf die Lebensqualität und das Stressniveau auswirkt. Das Projekt regt eine sachliche und differenzierte Diskussion an.

11:40 Uhr

S. Oppikofer; K. Wilkening; Y. Kündig1; A. Loizeau1
Zentrum für Gerontologie, 1 Gerontopsychologie, Psychologisches Institut, Universität Zürich, Zürich/CH;

S302-03

Aufgeweckte Kunst-Geschichten – mit Demenz Bilder gemeinsam neu entdecken. Eine Intervention zur Reduktion von Stress und Erhöhung der Lebensfreude bei Menschen mit Demenz und ihren Betreuungspersonen

Das Projekt "Aufgeweckte Kunst-Geschichten" nutzt die Timeslips-Methode, um Menschen mit Demenz mittels Gemälden und offenen Fragen zum kreativen Geschichtenerfinden zu motivieren. Besonders daran sind das Gruppensetting und die Möglichkeit, ohne Biographiekenntnisse einen kreativen Prozess anzustossen. Seit 2013 finden im Kunsthaus Zürich Sessionen mit zu Hause sowie in Institutionen lebenden Personen statt - dies organisiert und wissenschaftlich begleitet vom Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich. Resultate der Evaluation werden dargelegt.

12:00 Uhr

B. Wolff
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V., Hannover;

S302-04

Ergebnisse der Evaluation einer 160-stündigen Fortbildung für Demenzbeauftragte im Krankenhaus

Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. hat die 160-stündige Fortbildung zur/m Demenzbeauftragten im allgemeinversorgenden Krankenhaus evaluiert. Die Fortbildung ist im Bildungszentrum Klinikum Region Hannover erstmals eingesetzt worden. Es wurden 20 Beschäftigte überwiegend aus dem Pflegebereich zur/m Demenzbeauftragten qualifiziert.
Die 160-stündige Fortbildung ist in der niedersächsischen Arbeitsgemeinschaft "Menschen mit demenziellen Einschränkungen im Krankenhaus" entstanden.
Im Rahmen einer mehrmodularen Evaluation wurden sowohl Expertinnen und Experten als auch die Leiterin des Bildungszentrums interviewt. Alle Referentinnen und Teilnehmende wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten schriftlich befragt. In die Befragung einbezogen wurde auch leitendes Personal im Krankenhaus.
Es sollen die zentralen Ergebnisse der Evaluation und das überarbeitete Curriculum vorgestellt werden.
Das Evaluationsprojekt wurde vom Land Niedersachsen finanziert.