Mittwoch, 24.09.2014

15:30 - 17:00 Uhr

Audimax HS XXIII

Vorsitz: Meyer, Gabriele (Halle (Saale)); Richter, Matthias (Halle (Saale))

Interprofessionelle Sitzung des Profilzentrums Gesundheitswissenschaften Halle (Saale)

Stress an den Schnittstellen geriatrischer Versorgung

Gesucht werden „Neue Wege zur Überwindung alter Barrieren“ an den Schnittstellen der Versorgung älterer Menschen, sei es zwischen Versorgungssektoren, Fachgebieten oder Berufsgruppen. Bearbeitet werden sollen die Fragestellungen: Was sind die Stressoren? Was sind die Ressourcen? Welche Lösungswege sind schon versucht worden – und mit welchen Ergebnissen? Zwischen fünf jeweils zehnminütigen Impulsreferaten bleibt ausreichend Raum für eine vertiefende Diskussion mit dem Publikum. Eröffnet wird die Veranstaltung durch eine Fallvorstellung aus der Allgemeinpraxis und Ergebnisse einer qualitativen Studie zur Betreuung älterer insulinpflichtiger Diabetiker (BAIDIA-I) berichtet (Klement, SAM). Im Anschluss werden empirische Daten zum Übergang von der häuslichen Versorgung ins Pflegeheim (RTPC) mit Blick auf Kommunikation an der Schnittstelle vorgestellt (Meyer, IPGW). Expertenstandards des Entlassungsmanagements beim stationär-ambulanten Sektorenübergang und deren Umsetzung am UKH werden beschrieben (Case Managerin Fr. Korbanet, UKH) und aus rehabilitationsmedizinischer Sicht Angebote zur Wahrung der sozialen Teilhabe diskutiert (Thyrolf, Gutt, Mau, IRM). Schließlich werden die klinisch orientierten Referate durch (Teil-)Ergebnisse der CARLA-Studie (Lacruz, IMEBI) abgerundet und zu einer offenen Diskussion zu den Effekten und Lösungsansätzen mangelnder interprofessioneller und interdisziplinärer Kommunikation auf die Patientenversorgung und -sicherheit übergeleitet.

15:30 Uhr

A. Klement
Sektion Allgemeinmedizin, Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale);

S232-01

Fallvorstellung aus der Allgemeinpraxis und Ergebnisse einer qualitativen Studie zur Betreuung älterer insulinpflichtiger Diabetiker

15:45 Uhr

G. Meyer
Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale);

S232-02

Menschen mit Demenz am Übergang von der häuslichen Versorgung ins Pflegeheim

16:00 Uhr

J. Korbanek
Zentraler Dienst Belegungs- und Patientenmanagement, Fakultät für Medizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale);

S232-03

Expertenstandards des Entlassungsmanagements beim stationär-ambulanten Sektorenübergang

16:15 Uhr

A. Thyrolf; S. Gutt; W. Mau
Institut für Rehabilitationsmedizin, Fakultät für Medizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale);

S232-04

Versorgung und subjektiver Bedarf älterer Menschen an Angeboten zur Wahrung der sozialen Teilhabe

Hintergrund und Ziel der Studie
Die Deutsche Rheuma-Liga e.V. (DRL) bietet mit ihren Angeboten besondere Möglichkeiten, dem Verlust der Alltagskompetenz und sozialen Einbindung durch im Alter zunehmende Einschränkungen des Bewegungssystems entgegenzuwirken und Kontakte zu fördern. Dennoch werden viele Bedürftige aufgrund ihrer Mobilitätseinschränkung nicht erreicht. Deshalb ist das Ziel dieser Untersuchung, die Bedürfnisse älterer Menschen (65+) mit rheumatischen Erkrankungen zu erfassen und der Angebotsstruktur der DRL gegenüberzustellen. Daraus sollen Weiterentwicklungspotenziale aufgedeckt werden, die zur Verbesserung der Alltagsaktivität und der sozialen Teilhabe in Abhängigkeit von individuellen Problemlagen beitragen.
Methodik
In einer bundesweiten Querschnittsbefragung wurden mobilitätseingeschränkte Menschen im Alter von 65-84 Jahren mit Erkrankungen am Bewegungssystem aus zwei verschiedenen Versorgungsbereichen zu ihrer Teilnahme an Bewegungs-, Begegnungs-, Betreuungs- und Beratungsangeboten befragt. Die Stichprobe umfasst 205 Mitglieder der DRL sowie 98 Patienten aus rheumatologischen Schwerpunktpraxen und 109 Hüft- und Knie-TEP-Patienten aus Rehabilitationskliniken.
Ergebnisse
An mindestens einem abgefragten Bewegungsangebot nehmen 46 % der DRL-Mitglieder 41 % der Praxis-Patienten und 48 % der Rehabilitanden bereits teil, 59 % der DRL-Mitglieder würden gerne an mindestens einem (zusätzlichen) Angebot zur Bewegung teilnehmen und 43 % haben daran kein Interesse (vgl. Tabelle). Die Werte für Begegnungs- Betreuungs- und Beratungsangebote sind ebenfalls der Tabelle zu entnehmen.
Praxis-Patienten und Rehabilitanden nehmen an weniger an Angeboten teil als die DRL-Mitglieder, haben aber auch häufiger kein Interesse. Insbesondere die Betreuungsangebote (Hausbesuche, Nachbarschaftshilfe und Telefonkontakte) werden von den Befragten wenig angenommen und sind auch nicht gewünscht.

Teilnahme und Interesse von Angebote (DRL-Mitglieder/Praxis-Patienten) in %
bezogen auf mind. 1 Angebot nehme bereits teil würde gerne teilnehmen kein Interesse
  M P R M P R M P R
Bewegungsangebote 76 41 48 59 48 36 43 50 58
Begegnungsangebote 47 20 23 33 31 23 57 71 69
Betreuungsangebote 24 8 11 16 8 10 67 80 73
Beratungsangebote 44 13 18 37 38 17 40 52 69

16:30 Uhr

M. E. Lacruz
Institut Klinische Epidemiologie, Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale);

S232-06

(Teil-)Ergebnisse der CARLA-Studie