DGG-Fortbildungsakademie

Freitag, 26.09.2014

09:30 - 17:00 Uhr

 

Gesprächsführung mit Patienten und Angehörigen

Altersbedingte Erkrankungen können normalerweise nicht geheilt werden. Die Angebote der Medizin sind meist palliativ. Sie können helfen, den Verlauf zu verlangsamen und im besten Fall den Status quo erhalten. Das macht die Kommunikation und vor allem das Gespräch nicht einfach. Im Gespräch geht es nicht nur um die Erwartungen der Patienten oder Angehörigen an den Arzt und seine fachlichen Fähigkeiten, es geht um sehr grundsätzliche Fragen, die das Leben, seinen Wert auch mit möglicherweise erheblichen Einschränkungen und Belastungen betreffen. Und es geht um ein häufig auftretendes Missverständnis in der Kommunikation: Der Arzt möchte das Gespräch auf die sich aus der Erkrankung notwendigen medizinischen Maßnahmen fokussieren, der Patient wiederum möchte als Mensch verstanden werden und die Angehörigen brauchen Beistand, um die Konsequenzen begreifen zu können, die sich für sie ergeben werden.

Gespräche mit Patienten und Angehörigen fordern den ganzen Arzt. Sie fordern ihn als Menschen. Es geht neben den fachlichen insbesondere um die sozialen und emotionalen Fähigkeiten. Die Balance zwischen Nähe und Distanz, zwischen Vernunft und Gefühl ist manchmal schwierig herzustellen und noch schwerer auszuhalten. Dieser Workshop soll zeigen, dass solche Gespräche für alle Seiten befriedigend verlaufen können, dass sie keineswegs so schwierig sind, wie sie im Vorfeld oft erscheinen. Es geht um Einstellungen, Haltungen und eine erlernbare Methodik.

Die Inhalte:

  • Kommunikation und Metakommunikation
  • Eigene Werte und Einstellungen analysieren
  • Umgang mit eigenen Emotionen – auch unter Stress
  • Umgang mit den Gefühlen der Patienten und Angehörigen
  • Nähe und Distanz
  • Verstehen und Verständnis
  • Methodik der Gesprächsführung

Die Ziele des Workshops sind…

  • Methodik von Kommunikation und Gesprächsführung verstehen
  • Gesprächsziele definieren und verfolgen
  • erkennen, worauf es im jeweiligen Gespräch ankommt
  • sich selbst besser verstehen
  • mit sich selbst einfühlsamer umgehen
  • Lernen, wie die häufigsten Fehler vermeidbar sind

Ablauf:
Seminar 09:00-11:00 Uhr
Pause 11:00-11:15 Uhr
Seminar 11:15-12:45 Uhr
Pause 12:45-13:15 Uhr
Seminar 13:15-17:00 Uhr
9 UE

Fortbildungspunkte wurden bei der Ärztekammer Sachsen-Anhalt beantragt. Jeder Seminarteilnehmer erhält ein Zertifikat.

Teilnehmerzahl: max. 15, aus Qualitätsgründen
Kursgebühr: 390 Euro

Die Angebote der DGG-Fortbildungsakademie laufen parallel zum Kongress und sind Gebührenpflichtig. Eine Vorherige Anmeldung ist zwingend erforderlich und noch bis zum 15. September möglich. 
Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme an der Fortbildungsakademie der DGG während des Kongresses (24.-27.09.2014) nur in Verbindung mit einer Anmeldung zum Kongress möglich ist (auch Tageskarten buchbar).

Anmeldung zum Seminar unter: www.dggeriatrie.de/akademie/anmeldung

Dr. Peter Westebbe; Foto: Irmgard Brand

Der Referent:

Dr. phil. Peter Westebbe hat Soziologie, Philosophie und Psychologie studiert. Er wurde am Center of the Study of the Person (La Jolla, Kalifornien) zum Psychotherapeuten ausgebildet. Seine Arbeitsschwerpunkte sind medizinsoziologische und medizinpsychologische Themen. Als Mitbegründer und langjähriger wissenschaftlicher Leiter der Psychologischen Forschungsgruppe Schönhals (München) hat er zahlreiche Fortbildungen zu ärztlicher Kommunikation entwickelt und durchgeführt.