Das süße Leben an der Saale

Seit 1694 ist Halle an der Saale Universitätsstadt – reges Studentenleben inbegriffen. Ob Straßencafé, stilvolle Bar, urige Kneipe oder gehobenes Restaurant, im Umkreis des zentralen Marktplatzes hat sich eine lebendige Gastro-Szene entwickelt. Und das für jedes Alter und jeden Geschmack. Auch das süße Leben kommt in Halle nicht zu kurz, schließlich hat Deutschlands älteste Schokoladenfabrik hier ihren Sitz – die mit ganz besonderen Verlockungen aufwartet.

Hausmannskost und Wildbrett

Halle verbindet Weltoffenheit und Tradition – zumindest kulinarisch. Ob italienische, ungarische oder orientalische Küche, in den Flanier- und Kneipenmeilen rund um den Marktplatz ist zu jeder Tageszeit etwas los. Besonders in der Kleinen Ulrichstraße mit ihren liebevoll sanierten alten Häusern wird oftmals die Nacht zum Tag.

Deutsche Küche mit regionalen Einflüssen bietet unter anderem das „Hallesches Brauhaus“ in der Großen Nikolaistraße 2. Hier wird noch selbst obergäriges Bier wie das Leichte Hallsch, das Schönitzer Pilz oder das Albrecht Dunkel gebraut. Dazu wird deftige Hausmannskost gereicht, beispielsweise Biersuppe, Flammkuchen oder eine traditionelle Fettbemme – ein Brot, das mit Schmalz bestrichen ist.

Als erste Adresse für Wildgerichte gilt der Gasthof „Wildschütz“ in der Barfüßerstraße 8. Ob Hirsch, Reh, Hase, Fasan oder Wildschwein – alles stammt aus heimischen Wäldern.

Kulinarische Entdeckungen auf dem Wochenmarkt

Für den kleinen Hunger zwischendurch bietet sich ein Spaziergang über den Wochenmarkt an, der von Montag bis Samstag auf dem Marktplatz zwischen Rotem Turm und Marienkirche abgehalten wird.

Probieren Sie zum Beispiel einmal am Stand der Landfleischerei Broda ein Stück Schlackwurst – eine Hallesche Spezialität. Und dazu ein Stück Vinschgauer Brot von der Bio-Bäckerei Böhm, die vom Magazin „Feinschmecker“ mehrmals zu einer der besten Bäckereien Deutschlands gekürt wurde.

Traditionsreicher Genuss

Auch das süße Leben kommt in Halle nicht zu kurz, schließlich hat hier Deutschlands älteste Schokoladenfabrik ihre Heimat. 1804 erstmals erwähnt, ist sie seit 1952 unter dem Namen „Halloren Schokoladenfabrik“ bekannt – die Bezeichnung ist eine Referenz an die örtlichen Salzwirker.

Die Salzwirker waren zugleich Inspiration für den größten Verkaufsschlager der Schokoladenfabrik: die „Halloren Kugel“. Die sahnegefüllte Praline ähnelt in der Form den Silberknöpfen am Festgewand der Männer. Innerhalb kürzester Zeit entwickelt sich die „Halloren Kugel“ zur beliebtesten Süßigkeit der DDR. Auch heute werden 180 Millionen Kugeln pro Jahr verkauft – dabei ist sie nur eine der rund 120 Spezialitäten im Sortiment.

Pralinen selbst kreieren

Mehr erfahren, probieren und selbst aktiv werden können Interessierte bei einem Besuch in der Schokoladenfabrik östlich vom Stadtzentrum. Hier gibt es neben einem Café und angeschlossenem Fabrikverkauf ein Museum mit zahlreichen Exponaten, die komplett aus Schokolade hergestellt sind. Beim Rundgang können Besucher zudem durch Panoramascheiben einen Blick auf die laufende Produktion werfen.

Besonderes Highlight sind die ein- und dreistündigen Pralinen-Workshops – hierfür ist jedoch eine rechtzeitige Anmeldung notwendig. Unter Anleitung eines Chocolatiers fertigen die Teilnehmer ihre ganz eigenen Schokoladenspezialitäten. Diese können im Anschluss edel verpackt als Andenken mit nach Hause genommen werden.

Weitere Infos:
Weitere Restaurantstipps auf www.geschmackverstaerker.com/restaurants/halle

Anmeldung zum Pralinen-Workshop unter www.halloren.de/wisl_s-cms/extern/pralinenseminar.php.html